Schadstoffgruppe

Drucken

Aufgrund der industriellen Infrastruktur ergibt sich, dass es in den Betrieben zum Kontakt mit gefährlichen Stoffen kommen kann.

Dies heißt nicht, dass eine permanente Gesundheitsgefahr besteht. Kommt es allerdings in den betreffenden Abteilungen zu Bränden oder anderen Störfällen, kann es durch chemische Reaktionen zu gesundheitsgefährdenden Situationen kommen.

Die Gefahr liegt aber nicht nur in den Betrieben. Auch der Durchzugsverkehr auf der Bundesstraße stellt einen Risikofaktor punkto Schadstoffe dar.

Einsatzanforderung

Da bei der Verbrennung oder beim Austritt von Flüssigkeiten, Gasen oder festen Materialien hochgiftige Dämpfe entstehen können, ist es den Einsatzkräften nicht möglich, ohne schwerem Atemschutz zu arbeiten.

Da diese hochgiftigen Dämpfe nicht nur über die Atemwege, sondern auch über die Haut in den menschlichen Organismus gelangen können, müssen die Einsatzkräfte speziell ausgerüstet werden. Diese spezielle Ausrüstung nennt man Schutzanzüge.

Das Tragen dieser Schutzanzüge erfordert eine spezielle Ausbildung. Die Mitglieder der Schadstoffgruppe wurden in der Landesfeuerwehrschule in einem Lehrgang für den Umgang mit den so genannten "Gefährlichen Stoffen" geschult. Auch das Verwenden von Sonderbekleidung, so genannter gasdichter Schutzanzüge wurde erlernt.

Im Ernstfall steht die Rettung von Menschen an erster Stelle. Eine weitere wichtige Aufgabe der Schadstoffgruppe ist das Abdichten von lecken Behältern bzw. die Vorbereitung für die fachgerechte Entsorgung von eventuellen Schadstoffen.

Schadstoffgruppe

Derzeit haben neun Mitglieder unserer Feuerwehr die entsprechende Ausbildung für Schadstoffeinsätze. Es sind dies in alphabetischer Reihenfolge:

  • Martin Atzler
  • Bernhard Gremmel
  • Robert Hofer
  • Stefan Mitrowsky
  • Peter Stief
  • Christian Thüringer
  • Oliver Vorwahlner
  • Robert Weissenbacher
  • Martin Zenz

Ausrüstung

Einen Schutzanzug der Schutzstufe III zu tragen bedeutet, dass man zusätzlich zum schweren Atemschutz einen Anzug aus speziellem Material trägt, der gasdicht verschlossen ist.

Es können keine Stoffe an die Haut gelangen, die gesundheitsgefährdend sind. Die Einsatzdauer wird aber nicht nur durch die körperliche und seelische Mehrbelastung verkürzt.

Nach einem Einsatz muss der Anzug dekontaminiert, das bedeutet von den Schadstoffen gereinigt werden. Erst nachdem dies erfolgt ist, darf der Schutzanzugträger den Anzug ablegen. Verunreinigtes Wasser, welches beim Dekontaminieren anfällt, muss aufgefangen werden und von einer Spezialfirma entsorgt werden.

Uns stehen für einen Schadstoffeinsatz neun Schutzanzüge zur Verfügung. Davon sind drei Stück Schutzstufe III, das heißt gasdicht. Weitere sechs Stück gehören in die Schutzstufe II. Sie sind zwar nicht gasdicht, bieten aber trotzdem Schutz beim Kontakt mit Flüssigkeiten. In beiden Fällen muss schwerer Atemschutz verwendet werden.

Design by Joomla 1.6 templates
© by FF Wimpassing - Administration